Begriff des Ideophons

Ein Ideophon ist eine Partikel, die eine Situation als Typ in ganzheitlicher Weise bezeichnet.

Semantik: Ein Ideophon bezeichnet eine – normalerweise wahrnehmbare, also physikalisch erfaßbare – Situation. Es werden jedoch keine Partizipanten individuiert, sondern die Situation in ganzheitlicher Weise als Instanz eines Typs erfaßt. Die Weise des Bezeichnens wirkt daher – im Vergleich zu sonst synonymen Verben o.ä. – lebendiger und unmittelbarer.
Im Unterschied zu Thymophonen und Klesiphonen ist die Bedeutung von Ideophonen nicht deiktisch.

Syntax: Ein Ideophon hat keine Rektion, da ja keine Partizipanten syntaktisch akkommodiert werden müssen. Es kann folgende syntaktische Funktionen einnehmen:

Ideophone sind also, im Unterschied zu Interjektionen, nicht ausschließlich satzwertig.

Wie überhaupt alle Ausdrücke und Äußerungen einschließlich Interjektionen können auch Ideophone substantiviert werden. Sodann werden sie ebenso wie andere Substantive syntaktisch integriert. Das betrifft jedoch ihre syntaktische Kombinatorik qua Ideophon nicht.

Arten von Ideophonen

Da ein Ideophon eine wahrnehmbare Situation bezeichnet, sind die beiden wichtigsten Arten solche Ideophone, welche Geräusche, und solche, welche Visuelles bezeichnen. Die ersteren sind Phonomimetika, die letzeren Phenomimetika. Phonomimetika sind normalerweise onomatopoetisch; Phenomimetika sind normalerweise lautsymbolisch.

Beispiele für Phonomimetika: ticktack, rums

Beispiele für Phenomimetika: pardauz, flupp

Beispiele für Psychomimetika: hihi, gnigger gnigger